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Kündigungen

Banksparplan kündigen: Vorlage für Ihr Sparkonto

Ein Banksparplan lässt sich grundsätzlich durch eine eindeutige Kündigung gegenüber der Bank beenden. Die passende Vorlage hilft Ihnen, Vertragsdaten, Kündigungstermin und Auszahlungskonto vollständig anzugeben. Beachten Sie dabei die vereinbarte Kündigungsfrist sowie mögliche Folgen für Zinsen oder Prämien.

Stefano Barcellos VonStefano Barcellos Veröffentlicht: 12 Min. Lesezeit
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Banksparplan kündigen: Vorlage für Ihr Sparkonto

Mit einem Banksparplan sparen Sie regelmäßig einen festen oder variablen Betrag bei einer Bank oder Sparkasse an. Wenn Sie das Guthaben benötigen, Ihr Sparziel erreicht haben oder zu einem anderen Angebot wechseln möchten, können Sie den Sparvertrag in vielen Fällen kündigen. Ein klar formuliertes Kündigungsschreiben schafft dabei Nachweisbarkeit und vermeidet Rückfragen zu Vertrag, Kündigungstermin und Auszahlung.

Die Vorlage auf dieser Seite unterstützt Sie dabei, Ihren Banksparplan ordentlich zu kündigen. Tragen Sie die Vertrags- oder Kontonummer, den gewünschten Beendigungszeitpunkt und Ihr Auszahlungskonto ein. Entscheidend sind stets die individuellen Vertragsbedingungen: Insbesondere bei Prämiensparverträgen, langfristigen Sparplänen und Verträgen mit Bonusstaffeln können Kündigungsfrist, Zinsanspruch und Prämien unterschiedlich geregelt sein.

Was bedeutet die Kündigung eines Banksparplans?

Ein Banksparplan ist ein Sparvertrag, bei dem Kundinnen und Kunden regelmäßig Geld einzahlen oder auf ein Sparkonto einzahlen lassen. Je nach Produkt zahlt die Bank einen festen oder variablen Zinssatz. Manche ältere Verträge sehen zusätzlich Zinsprämien, Bonuszinsen oder eine Prämie vor, deren Höhe von der Laufzeit oder der Anzahl regelmäßiger Einzahlungen abhängt.

Mit der Kündigung erklären Sie gegenüber Ihrer Bank, dass der Sparvertrag zu einem bestimmten Termin enden soll. Nach Vertragsende wird das vorhandene Sparguthaben einschließlich der bis dahin geschuldeten Zinsen grundsätzlich fällig. Die Bank überweist den Betrag auf das von Ihnen angegebene Referenzkonto oder stellt ihn nach den vertraglichen Vorgaben bereit.

Ordentliche Kündigung und vorzeitige Verfügung

Die ordentliche Kündigung beendet den Vertrag unter Einhaltung der vereinbarten Frist. Eine vorzeitige Auszahlung oder Abhebung ist davon zu unterscheiden. Bei Spareinlagen gelten häufig besondere Vereinbarungen zur Kündigungsfrist und zu verfügbaren Beträgen. Prüfen Sie daher, ob Sie den gesamten Vertrag beenden möchten oder ob eine Teilverfügung ausreicht.

Ist Ihr Anliegen nicht die Kündigung eines Sparvertrags, sondern die Beendigung einer Finanzierung, benötigen Sie ein anderes Schreiben. Dafür kann die Vorlage Finanzierungsvertrag kündigen passend sein.

Rechtliche Grundlagen für die Kündigung

Für Banksparpläne gibt es kein einheitliches Kündigungsrecht, das alle Vertragsformen mit derselben Frist erfasst. Maßgeblich sind zunächst die Sparbedingungen, der Vertrag, einbezogene Allgemeine Geschäftsbedingungen und gegebenenfalls vereinbarte Nachträge. Soweit keine besondere Regelung eingreift, können für Dauerschuldverhältnisse die gesetzlichen Regeln zur ordentlichen Kündigung Bedeutung erlangen.

§ 700 BGB verweist für die unregelmäßige Verwahrung von Geld auf das Darlehensrecht. Die Regelungen zur Kündigung von Darlehen können daher im Einzelfall relevant sein. Für Spareinlagen sind außerdem die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen besonders wichtig. Den Wortlaut der Vorschrift zu Kündigungsfristen bei Darlehen finden Sie bei § 488 BGB auf Gesetze im Internet.

Ist für die Rückzahlung eines Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Gläubiger oder der Schuldner kündigt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

§ 488 Abs. 3 Satz 1 BGB

Diese gesetzliche Regel gilt nicht automatisch unverändert für jeden Sparvertrag. Eine wirksam vereinbarte spezielle Kündigungsregelung kann entscheidend sein. Bei der Kündigung durch Kundinnen und Kunden ist zudem zu prüfen, ob der Vertrag eine Mindestlaufzeit, eine feste Bindung, ein Sonderkündigungsrecht oder wirtschaftliche Folgen einer vorzeitigen Beendigung vorsieht.

Textform, Zugang und Beweisbarkeit

Viele Banken akzeptieren Kündigungen im Onlinebanking, per Nachricht im elektronischen Postfach, per Brief oder in der Filiale. Welche Form verlangt wird, ergibt sich aus den Vertragsbedingungen. Wählen Sie eine Übermittlungsart, mit der Sie den Zugang bei Bedarf belegen können. Ein unterschriebener Brief per Einwurfeinschreiben oder eine schriftliche Eingangsbestätigung in der Filiale bieten regelmäßig einen guten Nachweis.

Bei Online-Kündigungen sollten Sie die Bestätigung speichern oder ausdrucken. Nicht allein der Versand, sondern der Zugang bei der Bank ist für die fristgerechte Erklärung maßgeblich. Reichen Sie das Schreiben deshalb nicht erst am letzten Tag der Frist ein.

Welche Angaben muss die Kündigung enthalten?

Ein Kündigungsschreiben für einen Banksparplan muss nicht lang sein. Es sollte jedoch so eindeutig sein, dass die Bank den betroffenen Vertrag und Ihren Willen zur Beendigung zweifelsfrei zuordnen kann. Verwenden Sie die genaue Bezeichnung des Produkts, soweit sie Ihnen bekannt ist, und die Vertrags-, Kunden- oder Kontonummer.

  • Vollständiger Name und aktuelle Anschrift der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers,
  • Name und Anschrift der Bank oder Sparkasse,
  • eindeutige Bezeichnung des Banksparplans oder Sparkontos,
  • Vertrags-, Konto- oder Kundennummer,
  • klare Kündigungserklärung,
  • Kündigung zum nächstmöglichen Termin oder zu einem konkret genannten Datum,
  • IBAN für die Auszahlung des gesamten Guthabens,
  • Bitte um schriftliche Bestätigung des Kündigungstermins und der Auszahlung,
  • Ort, Datum und Unterschrift bei postalischer Einreichung.

Kündigungstermin richtig formulieren

Wenn Sie die Frist nicht sicher berechnet haben, ist die Formulierung „zum nächstmöglichen Termin“ sinnvoll. So verhindern Sie, dass eine zu früh angesetzte Beendigungserklärung unwirksam wird. Bitten Sie zugleich um Mitteilung des konkreten Vertragsendes. Kennen Sie die Frist und möchten Sie zu einem bestimmten Termin kündigen, können Sie zusätzlich ein Datum nennen und hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Angaben für eine nachvollziehbare Bearbeitung besonders wichtig sind.

Angaben im Kündigungsschreiben für einen Banksparplan
AngabeZweckPraktischer Hinweis
Vertrags- oder KontonummerEindeutige Zuordnung des SparvertragsÜbernehmen Sie die Nummer exakt aus Vertrag oder Kontoauszug.
KündigungsterminBestimmt, wann der Vertrag enden sollBei Unsicherheit „zum nächstmöglichen Termin“ verwenden.
Auszahlungs-IBANErmöglicht die Überweisung des GuthabensNutzen Sie möglichst ein Konto auf Ihren Namen.
BestätigungsbitteDokumentiert Termin und BearbeitungFordern Sie eine schriftliche Bestätigung an.
UnterschriftErfüllt eine etwa vereinbarte SchriftformBei Gemeinschaftskonten sollten alle Berechtigten unterschreiben.

Vorlage

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banksparplan-kuendigen-vorlage-sparkonto.docx

Kündigung eines Banksparplans

Absender

Name, Vorname[Vor- und Nachname]
Anschrift[Straße und Hausnummer]
[PLZ und Ort]
Kundennummer[Kundennummer, falls vorhanden]
Telefon / E-Mail[Telefonnummer]
[E-Mail-Adresse]

Empfänger

Bank / Sparkasse[Name der Bank oder Sparkasse]
Abteilung[Abteilung / Filiale, falls bekannt]
Anschrift[Straße und Hausnummer]
[PLZ und Ort]

[Ort], den [Datum]

Betreff: Kündigung meines Banksparplans / Sparvertrags Nr. [Vertrags- oder Kontonummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Banksparplan beziehungsweise Sparvertrag mit der Vertrags- oder Kontonummer [Vertrags- oder Kontonummer], geführt unter der Produktbezeichnung [genaue Produktbezeichnung des Banksparplans], ordentlich zum [gewünschtes Kündigungsdatum], hilfsweise zum nächstmöglichen Termin.

Bitte beenden Sie die regelmäßigen Einzahlungen in diesen Sparvertrag mit Wirkung zum Vertragsende. Soweit ein Dauerauftrag, ein Lastschrifteinzug oder ein anderer Einzahlungsweg für den Sparplan eingerichtet ist, werde ich diesen gegebenenfalls gesondert anpassen oder beenden.

1. Auszahlung des Sparguthabens

Ich bitte Sie, das zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung vorhandene Sparguthaben einschließlich der vertragsgemäß bis zur Beendigung anfallenden Zinsen und sonstigen gutgeschriebenen Beträge auf folgendes Konto zu überweisen:

Kontoinhaber[Name des Kontoinhabers]
IBAN[IBAN]
Kreditinstitut[Name der Bank, optional]

Sollte eine Auszahlung auf das oben genannte Konto aus Sicherheits- oder Vertragsgründen nicht möglich sein, bitte ich vor einer anderweitigen Auszahlung um schriftliche Nachricht an die oben angegebene Anschrift oder über den vereinbarten Kommunikationsweg.

2. Bestätigung und Schlussabrechnung

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung schriftlich. Ich bitte außerdem um Mitteilung

  • des konkreten Vertragsendes,
  • des Zeitpunkts der Auszahlung,
  • des auszuzahlenden Guthabens nach Schlussabrechnung sowie
  • etwaiger Auswirkungen der Kündigung auf Zinsen, Bonuszinsen oder Prämien.

Bitte senden Sie mir die Kündigungsbestätigung und die Schlussabrechnung an [Postanschrift / E-Mail-Adresse / Online-Postfach].

3. Freistellungsauftrag und Steuerbescheinigung

Soweit für den oben genannten Sparvertrag ein Freistellungsauftrag hinterlegt ist, bitte ich um Berücksichtigung im Rahmen der Schlussabrechnung nach den geltenden Vorgaben. Eine gegebenenfalls erforderliche Steuerbescheinigung bitte ich an die bei Ihnen hinterlegte Anschrift beziehungsweise in mein elektronisches Postfach zu übermitteln.

Mit freundlichen Grüßen



______________________________
Unterschrift [Vor- und Nachname]

Bei einem gemeinschaftlich geführten Sparvertrag unterschreiben bitte alle Personen, die nach der Kontovereinbarung zur Kündigung berechtigt oder verpflichtet sind.



______________________________
Unterschrift [Vor- und Nachname weiterer Kontoinhaber]

Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät.

Vorlage: Banksparplan kündigen

Übernehmen Sie die nachfolgende Vorlage in ein Textverarbeitungsprogramm. Ersetzen Sie sämtliche markierten Felder vollständig. Prüfen Sie vor dem Versand insbesondere den Namen der Bank, die Vertragsnummer, die Kündigungsfrist und die IBAN für die Auszahlung.

So füllen Sie die Vorlage Schritt für Schritt aus

  1. Absender eintragen: Geben Sie Namen und vollständige Anschrift aller Personen an, die Vertragspartner sind. Bei einem gemeinsamen Sparvertrag sollten grundsätzlich alle Kontoinhaber die Kündigung erklären.
  2. Empfänger prüfen: Tragen Sie die korrekte Anschrift Ihrer Bank oder Sparkasse ein. Wenn die Bank eine besondere Kündigungsadresse nennt, verwenden Sie diese.
  3. Sparvertrag identifizieren: Ergänzen Sie Produktbezeichnung, Vertragsnummer und gegebenenfalls Kundennummer. Vermeiden Sie ungenaue Angaben wie „mein Sparkonto“, wenn Sie mehrere Konten führen.
  4. Kündigungsformel wählen: Verwenden Sie „zum nächstmöglichen Termin“, wenn Sie die genaue Frist nicht sicher kennen. Ein gewünschtes Datum können Sie zusätzlich nennen.
  5. Auszahlung anweisen: Tragen Sie Ihre vollständige IBAN ein. Kontrollieren Sie jede Stelle sorgfältig. Soll die Auszahlung auf ein anderes Konto erfolgen, klären Sie vorher, ob die Bank hierfür zusätzliche Sicherheitsanforderungen stellt.
  6. Bestätigung verlangen: Bitten Sie um eine Bestätigung mit Kündigungstermin, Guthabenabrechnung und Zeitpunkt der Auszahlung.
  7. Unterzeichnen und versenden: Unterschreiben Sie das Schreiben, sofern Sie es per Post oder in der Filiale einreichen. Bewahren Sie eine Kopie, Versandbelege und die Antwort der Bank auf.

Praktisches Beispiel für eine Kündigung

Frau Lena Berger führt bei ihrer Sparkasse einen Prämiensparvertrag mit monatlicher Sparrate. Sie möchte das Guthaben für einen Umzug verwenden. Aus ihren Vertragsunterlagen ergibt sich eine dreimonatige Kündigungsfrist. Am 4. April schickt sie ein unterschriebenes Schreiben an die Sparkasse und erklärt die Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“. Zugleich bittet sie um Überweisung auf ihr Girokonto und um eine schriftliche Abrechnung.

Die Sparkasse bestätigt, dass der Vertrag zum 31. Juli endet. Frau Berger prüft anschließend, ob die Bestätigung die korrekte Vertragsnummer enthält und ob die angekündigte Verzinsung bis zum Vertragsende berücksichtigt wird. Erst nach Eingang des Guthabens löscht sie ihre Unterlagen nicht, sondern bewahrt Kündigung, Bestätigung und Schlussabrechnung auf.

Prämien und Bonuszinsen vorher prüfen

Bei Prämiensparverträgen kann die Beendigung Einfluss auf zukünftige Prämien oder auf einen nur bei Erreichen einer bestimmten Laufzeit vorgesehenen Bonus haben. Ob bereits gutgeschriebene Prämien zurückzuzahlen sind, hängt vom konkreten Vertrag ab. Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Lesen Sie deshalb die Klauseln zu Zinsen, Prämien, Laufzeit und Kündigung sorgfältig und fordern Sie bei Unklarheiten vorab eine schriftliche Auskunft der Bank an.

Häufige Fehler bei der Kündigung vermeiden

  • Falsche Vertragsnummer: Ohne eindeutige Zuordnung kann sich die Bearbeitung verzögern. Vergleichen Sie die Nummer mit dem letzten Kontoauszug.
  • Kündigungsfrist übersehen: Wer erst kurz vor dem gewünschten Auszahlungstermin kündigt, erhält das Guthaben möglicherweise später als geplant.
  • Nur mündlich kündigen: Ein Telefonat lässt sich im Streitfall oft schlecht nachweisen. Lassen Sie sich jede Erklärung und jedes Ergebnis schriftlich bestätigen.
  • Keine Auszahlungsdaten nennen: Fehlt die IBAN, muss die Bank häufig nachfragen oder andere Auszahlungswege abstimmen.
  • Unvollständige Unterschriften: Bei Gemeinschaftskonten kann die Unterschrift nur einer Person unzureichend sein, wenn beide gemeinsam verfügen müssen.
  • Prämienbedingungen nicht beachten: Eine Kündigung kann wirtschaftlich nachteilig sein, wenn dadurch ein bald erreichter Bonus entfällt.
  • Alte Adresse verwenden: Bei abweichenden Daten kann die Bank aus Sicherheitsgründen Rückfragen stellen oder einen Legitimationsnachweis verlangen.

Checkliste vor dem Versand

Mit dieser kurzen Kontrolle reduzieren Sie das Risiko von Rückfragen und Verzögerungen:

  • Habe ich die aktuellen Vertragsbedingungen und die Kündigungsfrist geprüft?
  • Ist die Produkt-, Konto- oder Vertragsnummer vollständig und korrekt angegeben?
  • Habe ich zum nächstmöglichen Termin gekündigt, wenn das genaue Enddatum unsicher ist?
  • Ist die Auszahlungs-IBAN korrekt und für die Bank nachvollziehbar?
  • Habe ich die schriftliche Bestätigung des Kündigungstermins und der Auszahlung verlangt?
  • Sind bei einem Gemeinschaftsvertrag alle erforderlichen Unterschriften vorhanden?
  • Habe ich eine Kopie des Schreibens und einen Zugangsnachweis gesichert?
  • Habe ich mögliche Auswirkungen auf Prämien, Bonuszinsen und Freistellungsauftrag geprüft?

Sonderfälle und Varianten

Gemeinschaftskonto oder gemeinsamer Sparvertrag

Ist der Banksparplan mehreren Personen gemeinsam zugeordnet, richtet sich die Kündigungsberechtigung nach der Kontovereinbarung und den bei der Bank hinterlegten Verfügungsregeln. Häufig müssen alle Vertragspartner unterzeichnen. Wenden Sie sich bei einer Trennung, einem Todesfall oder einem Streit zwischen Mitinhabern frühzeitig an die Bank, da zusätzliche Nachweise erforderlich sein können.

Minderjährige als Kontoinhaber

Bei Sparverträgen für Minderjährige sind die gesetzlichen Vertreter zu beachten. Ob ein Elternteil allein handeln kann oder beide Eltern handeln müssen, hängt von der elterlichen Sorge, den Vereinbarungen mit der Bank und dem konkreten Geschäft ab. Die Bank kann Unterlagen zur Legitimation verlangen. Handelt es sich um eine Verfügung über ein bedeutendes Guthaben, sollten Sie die Voraussetzungen besonders sorgfältig prüfen lassen.

Sparplan bei einer Direktbank

Direktbanken bieten häufig einen Kündigungsweg im Onlinebanking an. Nutzen Sie diesen nur, wenn die Kündigung klar bestätigt wird. Laden Sie die Bestätigung herunter und notieren Sie das Datum sowie gegebenenfalls die Vorgangsnummer. Falls das Onlinebanking keine Auszahlungsweisung zulässt, erteilen Sie die erforderliche Anweisung über den vorgesehenen sicheren Kommunikationsweg.

Abweichende Kündigung durch die Bank

Auch Banken können Sparverträge unter bestimmten Voraussetzungen kündigen. Ob eine solche Kündigung wirksam ist, richtet sich nach dem Vertrag und den gesetzlichen Vorgaben. Besonders bei älteren Prämiensparverträgen können Fragen zur Laufzeit, zu Zinsanpassungen oder zur Kündigungsbefugnis komplex sein. Prüfen Sie ein Kündigungsschreiben der Bank genau und lassen Sie sich bei erheblichen Beträgen individuell beraten.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Banksparplan jederzeit kündigen?

Das hängt von den Vertragsbedingungen ab. Viele Sparverträge können ordentlich gekündigt werden, jedoch erst nach Ablauf einer vereinbarten Kündigungsfrist. Bei einer festen Laufzeit oder besonderen Prämienbedingungen kann eine vorzeitige Beendigung eingeschränkt oder wirtschaftlich nachteilig sein.

Welche Kündigungsfrist gilt bei einem Banksparplan?

Vorrangig gilt die im Vertrag oder in den Sparbedingungen vereinbarte Frist. Häufig sind Fristen von mehreren Monaten vorgesehen. Fehlt eine wirksame spezielle Regelung, können gesetzliche Bestimmungen relevant werden; die konkrete rechtliche Einordnung hängt aber von der Vertragsgestaltung ab.

Erhalte ich bei der Kündigung alle Zinsen und Prämien?

Die bis zum Ende des Vertrags geschuldeten Zinsen sind bei ordnungsgemäßer Beendigung grundsätzlich abzurechnen. Für Bonuszinsen und Prämien gelten jedoch die individuellen Vertragsbedingungen. Manche Vorteile entstehen erst bei einer bestimmten Laufzeit oder regelmäßigen Einzahlungen.

Kann ich die Kündigung per E-Mail versenden?

Nur wenn die Bank diesen Weg akzeptiert oder vertraglich zulässt. Sicherer sind der im Onlinebanking vorgesehene Kommunikationsweg, die Abgabe in der Filiale gegen Empfangsbestätigung oder ein Brief mit dokumentierbarem Zugang. Prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Bank.

Wann wird mein Sparguthaben ausgezahlt?

Üblicherweise nach Eintritt der Kündigungswirkung und nach der Schlussabrechnung. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Kündigungsfrist, den Vertragsbedingungen und dem Bearbeitungsablauf der Bank ab. Bitten Sie daher im Schreiben ausdrücklich um Mitteilung des Auszahlungstermins.

Muss ich für die Kündigung einen Grund nennen?

Bei einer ordentlichen Kündigung müssen Sie in der Regel keinen Grund angeben. Eine sachliche, eindeutige Kündigung mit den notwendigen Vertragsdaten genügt. Ein Grund kann nur dann relevant sein, wenn Sie sich auf ein besonderes außerordentliches Kündigungsrecht berufen möchten.

Quellen und weiterführende Informationen

  • § 488 BGB, Kündigungsrecht bei Darlehen, abrufbar über Gesetze im Internet.
  • § 700 BGB, unregelmäßiger Verwahrungsvertrag und Verweisung auf Darlehensrecht.
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen sowie Sparbedingungen Ihrer Bank oder Sparkasse.
  • Schriftliche Vertragsunterlagen, Nachträge und Kontoauszüge zum konkreten Banksparplan.

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