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Kündigungen

Tierkrankenversicherung kündigen: Vorlage zum Ausfüllen

Mit einer klaren Kündigung beenden Sie Ihre Tierkrankenversicherung fristgerecht und nachweisbar. Die Vorlage enthält alle wichtigen Angaben, vom Versicherungsnehmer über Tier und Vertragsnummer bis zum gewünschten Vertragsende. Lesen Sie, welche Fristen gelten und wann ein Sonderkündigungsrecht besteht.

Stefano Barcellos VonStefano Barcellos Veröffentlicht: 13 Min. Lesezeit
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Tierkrankenversicherung kündigen: Vorlage zum Ausfüllen

Eine Tierkrankenversicherung oder OP-Versicherung kann hohe Behandlungskosten für Hund, Katze oder ein anderes versichertes Tier abfedern. Möchten Sie den Vertrag nicht fortführen, sollten Sie die Kündigung schriftlich, fristgerecht und mit eindeutigem Vertragsbezug erklären. Unsere Vorlage hilft Ihnen dabei, alle wesentlichen Angaben vollständig aufzunehmen.

Entscheidend sind die konkrete Vertragslaufzeit, die vereinbarte Kündigungsfrist und der Anlass Ihrer Kündigung. Eine ordentliche Kündigung zum Ablauf ist der Regelfall. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa nach einer Beitragserhöhung oder nach einem Versicherungsfall, kann auch eine außerordentliche Kündigung möglich sein. Bewahren Sie Ihr Schreiben und einen belastbaren Versandnachweis stets auf.

Was bedeutet die Kündigung einer Tierkrankenversicherung?

Mit der Kündigung erklären Sie als Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer, dass der Versicherungsvertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt enden soll. Die Erklärung ist empfangsbedürftig: Maßgeblich ist grundsätzlich nicht der Tag, an dem Sie das Schreiben absenden, sondern der Zugang beim Versicherer. Verwenden Sie deshalb eine eindeutige Formulierung und benennen Sie die Versicherungsnummer.

Der Begriff Tierkrankenversicherung umfasst unterschiedliche Produkte. Manche Tarife ersetzen ambulante und stationäre Heilbehandlungskosten, andere sichern nur Operationen ab. Für die Kündigung ist vor allem der zugrunde liegende Versicherungsvertrag maßgeblich. Auch bei mehreren versicherten Tieren sollten Sie klar bezeichnen, welcher Vertrag oder welche Policen beendet werden sollen.

Ordentliche oder außerordentliche Kündigung

Eine ordentliche Kündigung beendet den Vertrag zum Ende der vereinbarten Laufzeit oder Versicherungsperiode. Eine außerordentliche Kündigung beendet ihn dagegen vorzeitig oder zu einem besonderen Termin, wenn ein gesetzlicher oder vertraglich vereinbarter Kündigungsgrund besteht. In beiden Fällen sollten Sie um eine schriftliche Kündigungsbestätigung bitten.

Überblick über typische Kündigungswege bei der Tierkrankenversicherung
Art der KündigungTypischer AnlassWichtiger ZeitpunktEmpfohlene Angabe im Schreiben
Ordentliche KündigungVertrag soll regulär endenFrist laut Police und Bedingungen„zum nächstmöglichen Termin“
Sonderkündigung nach BeitragserhöhungBeitrag steigt ohne entsprechende LeistungsänderungRegelmäßig ein Monat ab MitteilungBezug auf Erhöhung und Mitteilung
Kündigung nach VersicherungsfallVersicherungsfall wurde reguliert oder abgelehntEin Monat nach Abschluss der VerhandlungenBezug auf Schadenfall und Datum
Kündigung nach Tod des TieresVersichertes Tier ist verstorbenNach Vertrag und VersichererregelungTierdaten und Nachweis, falls verlangt
WiderrufNeu abgeschlossener VertragRegelmäßig 14 Tage nach UnterlagenzugangKlare Widerrufserklärung

Rechtliche Grundlagen und Kündigungsfristen

Für Versicherungsverträge gelten neben den individuell vereinbarten Versicherungsbedingungen insbesondere die Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Bei Verträgen mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren darf der Versicherungsnehmer gemäß § 11 Abs. 4 VVG zum Ende des dritten oder jedes darauffolgenden Jahres kündigen; die Kündigungsfrist beträgt dabei drei Monate. Kürzere oder günstigere vertragliche Kündigungsrechte bleiben möglich.

„Bei einer Vertragsdauer von mehr als drei Jahren kann der Versicherungsnehmer den Vertrag zum Ende des dritten oder jedes darauffolgenden Jahres unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten kündigen.“

§ 11 Abs. 4 VVG

Die vollständige Regelung zur Vertragsdauer und Kündigung finden Sie bei § 11 VVG auf Gesetze im Internet. Viele Tierkrankenversicherungen werden allerdings für ein Jahr abgeschlossen und verlängern sich jeweils weiter. Dann gelten vorrangig die in Ihrem Vertrag wirksam vereinbarten Fristen. Kontrollieren Sie daher Versicherungsschein, Nachträge und die Allgemeinen Versicherungsbedingungen.

Beitragserhöhung als Sonderkündigungsgrund

Erhöht der Versicherer die Prämie, ohne den Versicherungsumfang entsprechend anzupassen, kann Ihnen ein Sonderkündigungsrecht nach § 40 VVG zustehen. Der Versicherer muss Sie auf die Erhöhung und auf das Kündigungsrecht hinweisen. Die Kündigung muss grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung beim Versicherer eingehen. Sie kann mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zu dem Zeitpunkt erfolgen, zu dem die Beitragserhöhung wirksam werden soll.

Erhöht der Versicherer die Prämie aufgrund einer Anpassungsklausel, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes entsprechend ändert, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats kündigen.

§ 40 Abs. 1 VVG, sinngemäß

Prüfen Sie den genauen Inhalt des Anpassungsschreibens. Nicht jede Beitragsveränderung löst automatisch dieses gesetzliche Recht aus, etwa wenn sich der Beitrag allein wegen einer vereinbarten Altersstaffel oder einer von Anfang an festgelegten Tarifstufe verändert. Im Zweifel ergeben sich Anlass und Umfang aus den Vertragsunterlagen.

Kündigung nach einem Versicherungsfall

Nach Eintritt eines Versicherungsfalls kann gemäß § 92 VVG sowohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer kündigen. Voraussetzung ist, dass der Versicherer seine Leistungspflicht anerkannt oder die Leistung verweigert hat; die Kündigungsfrist beträgt einen Monat ab Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung. Die Regelung kann besonders relevant sein, wenn eine teure Operation oder Behandlung abgerechnet wurde und Sie den Versicherer wechseln möchten. Beachten Sie jedoch: Ein neuer Versicherer kann Vorerkrankungen ausschließen, Wartezeiten vorsehen oder den Antrag ablehnen.

Diese Angaben gehören in Ihr Kündigungsschreiben

Für eine wirksame Kündigung gibt es regelmäßig keine komplizierte Formvorgabe. Dennoch sollte Ihr Schreiben so konkret sein, dass der Versicherer es ohne Rückfragen zuordnen und bearbeiten kann. Die Vorlage enthält daher alle praxisrelevanten Daten.

  • Vollständiger Name und aktuelle Anschrift des Versicherungsnehmers
  • Name und ladungsfähige Anschrift des Versicherers
  • Versicherungsnummer, Policennummer oder Vertragsnummer
  • Name, Tierart und gegebenenfalls Chipnummer des versicherten Tieres
  • Unmissverständliche Kündigungserklärung
  • Gewünschter Beendigungszeitpunkt oder die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“
  • Bei einer Sonderkündigung: konkreter Grund, relevante Daten und vorhandene Nachweise
  • Bitte um schriftliche Bestätigung des Vertragsendes
  • Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift bei Versand per Brief

Die Formulierung „zum nächstmöglichen Termin“ ist sinnvoll, wenn Sie die Frist nicht zweifelsfrei berechnet haben. So vermeiden Sie, dass ein falsch genannter Termin die Erklärung unklar macht. Bitten Sie zusätzlich um Mitteilung des tatsächlich bestätigten Beendigungsdatums. Enthält Ihre Police mehrere Tiere oder Zusatzbausteine, führen Sie alle zu kündigenden Vertragsbestandteile einzeln auf.

Vorlage

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tierkrankenversicherung-kuendigen-vorlage-schreiben.docx

Kündigung einer Tierkrankenversicherung

Absender

Name, Vorname[Name des Versicherungsnehmers]
Anschrift[Straße, Hausnummer]
[PLZ, Ort]
E-Mail / Telefon[E-Mail-Adresse]
[Telefonnummer, optional]

Empfänger

Versicherungsunternehmen[Name des Versicherers]
Anschrift[Straße, Hausnummer oder Postfach]
[PLZ, Ort]

[Ort], den [Datum]

Betreff: Kündigung meiner Tierkrankenversicherung, Versicherungsnummer [Versicherungs-/Policennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine Tierkrankenversicherung für das nachfolgend bezeichnete Tier fristgerecht zum [Datum des gewünschten Vertragsendes], hilfsweise zum nächstmöglichen Termin.

Versicherungsnummer / Policennummer[Versicherungs-/Policennummer]
Versicherungsnehmer[Name des Versicherungsnehmers]
Name des versicherten Tieres[Name des Tieres]
Tierart / Rasse[z. B. Hund, Katze / Rasse]
Geburtsdatum des Tieres[Geburtsdatum, soweit bekannt]
Chipnummer / Tätowierungsnummer[Nummer, soweit vorhanden]

1. Ordentliche Kündigung

Bitte bearbeiten Sie diese Kündigung als ordentliche Kündigung zum oben genannten Termin, hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte teilen Sie mir den genauen Beendigungszeitpunkt des Vertrags schriftlich mit.

2. Optional: Sonderkündigung

Nur ausfüllen und stehen lassen, wenn ein Sonderkündigungsrecht geltend gemacht wird. Nicht zutreffende Alternativen bitte streichen.

Alternative A – Beitragserhöhung:
Vorsorglich erkläre ich die außerordentliche Kündigung gemäß § 40 VVG wegen der mir mit Schreiben vom [Datum des Erhöhungsschreibens] mitgeteilten Beitragserhöhung. Die Kündigung soll zum Wirksamwerden der Beitragserhöhung, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin, wirksam werden.

Alternative B – Kündigung nach Versicherungsfall:
Vorsorglich erkläre ich die Kündigung nach Versicherungsfall gemäß § 92 VVG. Die Verhandlungen über die Entschädigung wurden am [Datum] abgeschlossen beziehungsweise die Leistung wurde am [Datum] abgelehnt. Die Kündigung soll zum nächstmöglichen zulässigen Termin wirksam werden.

Alternative C – Tod des versicherten Tieres:
Das versicherte Tier ist am [Datum] verstorben. Ich bitte um Beendigung beziehungsweise Abwicklung des Vertrags gemäß den vereinbarten Versicherungsbedingungen und um Mitteilung des maßgeblichen Vertragsendes. Einen erforderlichen Nachweis füge ich bei / reiche ich auf Anforderung nach.

3. Bitte um Bestätigung und Abrechnung

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung sowie den genauen Beendigungszeitpunkt des Vertrags schriftlich. Bitte senden Sie die Bestätigung an meine oben genannte Anschrift beziehungsweise an [E-Mail-Adresse für die Bestätigung].

Sofern für die Vertragsbeendigung noch Beiträge, Erstattungen oder weitere Unterlagen relevant sind, bitte ich um eine nachvollziehbare schriftliche Abrechnung und entsprechende Mitteilung.

Eine für diesen Vertrag erteilte SEPA-Lastschrifteinzugsermächtigung soll mit Vertragsende erlöschen. Bereits fällige und berechtigte Forderungen bleiben davon unberührt.

Mit freundlichen Grüßen



______________________________
Unterschrift [Name des Versicherungsnehmers]


Anlagen, soweit zutreffend:

  • [Kopie der Beitragsanpassungsmitteilung]
  • [Kopie des Versicherungsscheins]
  • [Nachweis zum Tod des versicherten Tieres]
  • [Sonstige Unterlagen]
Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät.

Tierkrankenversicherung kündigen: Vorlage richtig ausfüllen

Die nachfolgende Vorlage ist für eine ordentliche Kündigung gestaltet und enthält zusätzlich eine auswählbare Passage für besondere Kündigungsgründe. Füllen Sie nur die Alternative aus, die zu Ihrem Fall passt. Lassen Sie widersprüchliche Textteile nicht stehen.

  1. Absender eintragen: Tragen Sie den Namen der Person ein, die im Versicherungsschein als Versicherungsnehmer genannt ist, sowie deren vollständige Anschrift.
  2. Empfänger prüfen: Verwenden Sie die aktuelle Postanschrift des Versicherers oder die im Versicherungsschein angegebene Kündigungsadresse. Bei einer Kündigung per E-Mail oder Kundenportal beachten Sie die Vorgaben des Versicherers.
  3. Vertrag eindeutig bestimmen: Übernehmen Sie die Versicherungs- oder Policennummer exakt. Ergänzen Sie Name, Tierart und gegebenenfalls Chipnummer des versicherten Tieres.
  4. Kündigungsart auswählen: Für den Normalfall verwenden Sie die ordentliche Kündigung. Bei einer Beitragserhöhung oder nach einem Versicherungsfall tragen Sie den passenden Sonderkündigungsgrund einschließlich Datum ein.
  5. Termin angeben: Nennen Sie den Ablaufzeitpunkt, wenn dieser sicher bekannt ist. Andernfalls bleibt „zum nächstmöglichen Termin“ die verlässliche Formulierung.
  6. Bestätigung verlangen: Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung mit dem konkreten Vertragsende an. Fragen Sie bei SEPA-Lastschrift zugleich nach einer eventuellen weiteren Abbuchung nur bis zum Vertragsende.
  7. Unterschreiben und nachweisbar versenden: Unterschreiben Sie einen Brief handschriftlich. Für wichtige Fristen bietet sich ein Versand an, bei dem Sie Zugang oder Empfang belegen können; alternativ nutzen Sie ein Versichererportal, wenn dort eine Bestätigung abrufbar ist.

Praktisches Beispiel für eine fristgerechte Kündigung

Frau Neumann hält für ihren Hund Bruno eine Tierkrankenversicherung. Laut Versicherungsschein läuft ihr Vertrag jeweils vom 1. April bis zum 31. März und kann mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der Versicherungsperiode gekündigt werden. Sie möchte den Vertrag zum 31. März beenden.

Damit die Kündigung rechtzeitig zugeht, muss Frau Neumann sicherstellen, dass sie spätestens am 31. Dezember beim Versicherer eingeht. In ihrem Schreiben nennt sie die Policennummer, Bruno als versichertes Tier und erklärt die Kündigung „zum 31. März, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin“. Sie bittet um eine schriftliche Bestätigung des Enddatums. Würde sie die Frist verpassen, verlängerte sich der Vertrag nach den vereinbarten Bedingungen möglicherweise um eine weitere Versicherungsperiode.

Beispiel bei einer Beitragserhöhung

Erhält Frau Neumann am 10. Januar ein Schreiben, wonach der monatliche Beitrag ab 1. Februar erhöht wird, prüft sie zunächst, ob die Erhöhung ohne entsprechende Leistungsverbesserung erfolgt und ob das Schreiben auf das Kündigungsrecht hinweist. Soweit die Voraussetzungen von § 40 VVG vorliegen, kann sie binnen eines Monats nach Zugang kündigen. Sie sollte im Schreiben ausdrücklich auf die Beitragsanpassung vom 10. Januar Bezug nehmen und eine Kopie der Mitteilung aufbewahren.

Häufige Fehler bei der Kündigung vermeiden

Unvollständige Angaben, unklare Erklärungen oder ein nicht belegbarer Versand können die Abwicklung verzögern. Besonders bei einem Wechsel des Versicherers ist ein lückenloser Schutz nicht selbstverständlich: Neue Verträge enthalten häufig Wartezeiten oder Einschränkungen für bekannte Erkrankungen.

  • Frist mit dem Absendedatum verwechseln: Entscheidend ist grundsätzlich der rechtzeitige Zugang beim Versicherer.
  • Falsche Versicherungsnummer angeben: Kontrollieren Sie die Nummer direkt im Versicherungsschein.
  • Nur das Tier statt den Versicherungsnehmer benennen: Vertragspartner ist in der Regel der Versicherungsnehmer; die Tierdaten dienen der Zuordnung.
  • Sonderkündigung ohne Grund erklären: Nennen Sie bei einer außerordentlichen Kündigung den konkreten Anlass und das Datum der Mitteilung oder Regulierung.
  • Mehrere Verträge übersehen: Eine Krankenversicherung und eine OP-Versicherung können getrennte Verträge mit eigenen Nummern sein.
  • Neuen Schutz zu früh voraussetzen: Prüfen Sie Annahme, Beginn, Wartezeit und Leistungsausschlüsse eines neuen Tarifs vor der Beendigung des alten Vertrags.
  • Keine Bestätigung abwarten: Kontrollieren Sie, ob der Versicherer das von Ihnen erwartete Vertragsende bestätigt.

Checkliste vor dem Versand

Gehen Sie diese Punkte durch, bevor Sie die Kündigung absenden. Bei Unklarheiten über die Laufzeit oder einen Sonderkündigungsgrund können Sie den Versicherer zunächst schriftlich um Auskunft zum nächstmöglichen Vertragsende bitten, ohne damit auf eine fristgerechte Kündigung zu verzichten.

  • Versicherungsschein und aktuelle Versicherungsbedingungen liegen vor.
  • Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Versicherungsperiode sind geprüft.
  • Versicherungsnummer und Daten des versicherten Tieres sind korrekt eingetragen.
  • Die richtige Kündigungsart ist gewählt und eindeutig formuliert.
  • Bei Sonderkündigung sind Anlass, Datum und Unterlagen dokumentiert.
  • Sie haben die Bestätigung des Vertragsendes angefordert.
  • Sie wählen einen Versandweg mit nachvollziehbarem Nachweis.
  • Eine Kopie des Schreibens und die Versand- oder Empfangsbestätigung werden abgelegt.

Besondere Fälle und sinnvolle Alternativen

Das versicherte Tier ist verstorben

Verstirbt das versicherte Tier, informieren Sie den Versicherer unverzüglich. Ob der Vertrag automatisch endet oder eine gesonderte Kündigung beziehungsweise ein Nachweis erforderlich ist, ergibt sich aus den Versicherungsbedingungen. Reichen Sie nur die verlangten Unterlagen ein und fragen Sie nach der Abrechnung bereits gezahlter Beiträge. Nutzen Sie die Vorlage, indem Sie den Todesfall als Anlass nennen und um Bestätigung der Vertragsbeendigung bitten.

Verkauf oder Abgabe des Tieres

Bei Verkauf, Schenkung oder dauerhafter Abgabe sollten Sie nicht davon ausgehen, dass der Vertrag ohne Weiteres auf die neue Halterin oder den neuen Halter übergeht. Informieren Sie den Versicherer und prüfen Sie die konkreten Vertragsbedingungen. Je nach Tarif kann eine Kündigung, eine Vertragsänderung oder ein neuer Vertrag für die übernehmende Person erforderlich sein.

Wechsel zu einem anderen Versicherer

Ein Wechsel kann wegen besserer Leistungen oder eines günstigeren Beitrags attraktiv erscheinen. Er verlangt aber besondere Sorgfalt. Schließen Sie den neuen Vertrag nicht allein auf Grundlage einer unverbindlichen Tarifauskunft ab. Achten Sie auf die Annahmeerklärung, den tatsächlichen Versicherungsbeginn, Wartezeiten, Selbstbehalte und Ausschlüsse für bereits bekannte Beschwerden. Für andere Versicherungsverträge finden Sie etwa unsere Vorlage zur Kündigung einer Rechtsschutzversicherung; die jeweiligen Kündigungsfristen und Sonderrechte unterscheiden sich jedoch nach Vertragsart.

Widerruf eines neu geschlossenen Vertrags

Wenn Sie einen Vertrag erst kürzlich abgeschlossen haben, kann statt einer Kündigung ein Widerruf in Betracht kommen. Nach § 8 VVG besteht grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Frist beginnt erst, wenn Ihnen Versicherungsschein, Vertragsbestimmungen einschließlich Versicherungsbedingungen, weitere gesetzlich vorgeschriebene Informationen und eine deutlich gestaltete Widerrufsbelehrung in Textform zugegangen sind. Den Gesetzestext können Sie unter § 8 VVG auf Gesetze im Internet nachlesen.

Häufige Fragen

Kann ich meine Tierkrankenversicherung jederzeit kündigen?

Eine ordentliche Kündigung ist grundsätzlich zu dem im Vertrag vorgesehenen Termin und innerhalb der vereinbarten Frist möglich. Außerhalb dieses Zeitraums benötigen Sie für eine vorzeitige Kündigung regelmäßig ein Sonderkündigungsrecht oder eine einvernehmliche Vertragsaufhebung. Prüfen Sie daher Versicherungsschein und Bedingungen.

Welche Kündigungsfrist gilt bei einer Tierkrankenversicherung?

Eine einheitliche Frist für alle Tarife gibt es nicht. Maßgeblich sind zunächst Laufzeit und Kündigungsregelung Ihres Vertrags. Bei Verträgen mit mehr als drei Jahren Laufzeit setzt § 11 Abs. 4 VVG eine gesetzliche Grenze zugunsten von Versicherungsnehmern. Häufig finden sich Fristen von einem oder drei Monaten zum Ende der Versicherungsperiode.

Muss ich einen Grund für die ordentliche Kündigung nennen?

Nein. Für eine fristgerechte ordentliche Kündigung ist normalerweise kein Grund erforderlich. Geben Sie einen Grund nur dann an, wenn Sie sich auf ein Sonderkündigungsrecht berufen, etwa wegen einer zulässigerweise kündigungsrelevanten Beitragserhöhung oder nach einem Versicherungsfall.

Wie kündige ich nach einer Beitragserhöhung?

Prüfen Sie zuerst die Mitteilung des Versicherers und den genauen Grund der Beitragserhöhung. Liegen die Voraussetzungen des § 40 VVG vor, erklären Sie die Kündigung innerhalb eines Monats nach Zugang des Erhöhungsschreibens. Nennen Sie im Schreiben das Datum der Mitteilung und bewahren Sie eine Kopie auf.

Ist eine Kündigung per E-Mail wirksam?

Ob eine E-Mail akzeptiert wird, hängt von den vertraglichen Vorgaben und den angebotenen Kommunikationswegen des Versicherers ab. Ein Brief mit Unterschrift oder eine Kündigung über ein bestätigtes Kundenportal bietet häufig eine bessere Nachweisbarkeit. Entscheidend ist, dass Ihre Erklärung dem richtigen Empfänger rechtzeitig zugeht.

Bekomme ich zu viel gezahlte Beiträge zurück?

Das hängt vom Beendigungsgrund, dem Vertragsende und den Versicherungsbedingungen ab. Bei einer regulären Kündigung besteht meist Schutz bis zum Ende der bezahlten Versicherungsperiode. Bei einer wirksamen Sonderkündigung kann eine anteilige Abrechnung in Betracht kommen. Lassen Sie sich die Abrechnung und das Vertragsende schriftlich bestätigen.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Versicherungsvertragsgesetz, insbesondere § 8 VVG zum Widerrufsrecht.
  • Versicherungsvertragsgesetz, § 11 VVG zur Vertragsdauer und Kündigung.
  • Versicherungsvertragsgesetz, § 40 VVG zur Kündigung bei Prämienerhöhung.
  • Versicherungsvertragsgesetz, § 92 VVG zur Kündigung nach Versicherungsfall.
  • Versicherungsschein, Allgemeine Versicherungsbedingungen und Beitragsanpassungsmitteilung Ihres Versicherers.

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