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Kündigungen

Zeitungsabo kündigen Vorlage für Ihr Kündigungsschreiben

Mit dieser Vorlage kündigen Sie Ihr Zeitungsabo schriftlich und nachvollziehbar. Sie erfahren, welche Angaben in das Schreiben gehören, wie Sie Kündigungsfristen prüfen und wann eine außerordentliche Kündigung in Betracht kommt.

Stefano Barcellos VonStefano Barcellos Veröffentlicht: 11 Min. Lesezeit
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Zeitungsabo kündigen Vorlage für Ihr Kündigungsschreiben

Ein Zeitungsabo lässt sich in der Regel mit einem kurzen, klaren Kündigungsschreiben beenden. Entscheidend sind nicht lange Begründungen, sondern die eindeutige Vertragsbezeichnung, Ihre Kundendaten und die Erklärung, zu welchem Termin Sie das Abonnement beenden möchten. Mit einer schriftlichen Kündigung schaffen Sie zudem einen belastbaren Nachweis über Inhalt und Zeitpunkt Ihrer Erklärung.

Die folgende Vorlage hilft Ihnen, Ihr Zeitungsabo ordentlich, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin, zu kündigen. Prüfen Sie vor dem Versand die Vertragsunterlagen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Verlags: Dort finden Sie insbesondere die vereinbarte Laufzeit, die Kündigungsfrist und gegebenenfalls Besonderheiten für Probe-, Digital- oder Kombiabonnements.

Was bedeutet die Kündigung eines Zeitungsabos?

Mit der Kündigung erklären Sie dem Verlag oder dem jeweiligen Vertriebspartner, dass das bestehende Abonnement enden soll. Ein Zeitungsabo ist regelmäßig ein Dauerschuldverhältnis: Der Verlag liefert die Zeitung oder stellt digitale Inhalte fortlaufend bereit, während Sie das vereinbarte Entgelt zahlen. Die Kündigung wirkt grundsätzlich für die Zukunft; bereits entstandene Zahlungsansprüche bleiben davon unberührt.

Bei einer ordentlichen Kündigung halten Sie die vertraglich vereinbarte Frist und gegebenenfalls die Mindestlaufzeit ein. Ist der genaue Endtermin nicht sicher, ist die Formulierung „zum nächstmöglichen Termin“ besonders sinnvoll. Damit vermeiden Sie, dass eine irrtümlich zu früh angesetzte Kündigung insgesamt unwirksam wird. Bitten Sie zugleich um Mitteilung des konkreten Vertragsendes.

Für welche Abos eignet sich die Vorlage?

Das Muster kann für gedruckte Tageszeitungen, Wochenzeitungen, regionale Abonnements, E-Paper, reine Digitalabos und Kombinationen aus Print- und Digitalzugang angepasst werden. Für ein Magazinabonnement können Sie auch unsere Vorlage zum Kündigen eines Zeitschriftenabos verwenden. Wichtig ist jeweils, den richtigen Vertragspartner zu benennen: Das kann der Verlag, ein Leser-Service oder ein externes Abonnementbüro sein.

Rechtliche Grundlagen für die Kündigung

Welche Kündigungsfrist gilt, richtet sich vorrangig nach dem geschlossenen Vertrag und den wirksam einbezogenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Handeln Sie als Verbraucherin oder Verbraucher und wurde das Abonnement nach dem 1. März 2022 abgeschlossen oder ab diesem Zeitpunkt verlängert, sind bei automatisch verlängernden Verbraucherverträgen die Vorgaben des § 309 Nr. 9 BGB zu beachten. Nach Ablauf einer vereinbarten Anfangslaufzeit darf sich ein solcher Vertrag nur auf unbestimmte Zeit verlängern und muss dann mit einer Frist von höchstens einem Monat kündbar sein.

§ 309 Nr. 9 BGB beschränkt in Verbraucherverträgen unter anderem lange Bindungen, automatische Verlängerungen und unangemessen lange Kündigungsfristen.

§ 309 Nr. 9 BGB

Den aktuellen Gesetzestext finden Sie bei Gesetze im Internet: § 309 BGB. Für ältere Verträge können abweichende Übergangsregelungen und die damals geltenden Vertragsbedingungen maßgeblich sein. Auch bei solchen Verträgen müssen Klauseln einer rechtlichen Kontrolle standhalten; die konkrete Beurteilung hängt jedoch vom Einzelfall ab.

Form der Kündigung und Zugang

Ob die Kündigung schriftlich erfolgen muss, ergibt sich aus dem Vertrag oder den AGB. Häufig akzeptieren Verlage Kündigungen per Brief, E-Mail oder Kundenportal. Ist Schriftform vereinbart, ist grundsätzlich eine eigenhändige Unterschrift erforderlich; eine einfache E-Mail genügt dann nicht. Unabhängig von der gewählten Form ist der Zugang beim Empfänger wichtig. Eine Kündigung entfaltet ihre Wirkung erst, wenn sie dem Verlag oder seinem Empfangsvertreter zugeht.

Für fristgebundene Kündigungen sollten Sie daher rechtzeitig versenden und einen Nachweis sichern. Bei einem Brief kommt etwa ein Einwurf-Einschreiben oder der Einwurf in Anwesenheit einer Zeugin beziehungsweise eines Zeugen in Betracht. Bei einer Online-Kündigung speichern Sie die Bestätigungsseite, die Eingangsbestätigung und die E-Mail-Korrespondenz.

Pflichtangaben im Kündigungsschreiben

Ein wirksames Schreiben muss nicht kompliziert sein. Es sollte aber so konkret formuliert sein, dass der Verlag das betroffene Vertragsverhältnis ohne Rückfragen zuordnen kann. Die Kündigungserklärung muss klar erkennen lassen, dass Sie das Abo beenden wollen.

Angaben für die Kündigung eines Zeitungsabos im Überblick
AngabeWarum sie wichtig istBeispiel
AbsenderOrdnet die Kündigung Ihnen zu und ermöglicht Antworten.Name, Anschrift, E-Mail
EmpfängerStellt sicher, dass das Schreiben beim richtigen Vertragspartner eingeht.Verlag oder Aboservice
Kunden- oder AbonummerBeschleunigt die Zuordnung des Vertrags.Kundennummer 123456
Eindeutige KündigungVermeidet Zweifel über Ihren Beendigungswillen.„Hiermit kündige ich …“
TerminBestimmt das gewünschte Vertragsende.„zum nächstmöglichen Termin“
BestätigungDokumentiert Termin und Bearbeitung.Bitte um schriftliche Bestätigung

Empfohlene ergänzende Angaben

Nennen Sie die Lieferanschrift, wenn sie von Ihrer Rechnungsanschrift abweicht. Bei digitalen Zugängen kann außerdem die registrierte E-Mail-Adresse hilfreich sein. Wenn Sie ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben, können Sie dessen Widerruf getrennt erklären. Dies beendet den Vertrag jedoch nicht und sollte erst zum Vertragsende wirksam werden, damit berechtigte Forderungen nicht unnötig in Verzug geraten.

Eine Begründung ist bei der ordentlichen Kündigung normalerweise nicht erforderlich. Sie können einen Grund freiwillig nennen, etwa bei wiederholten Zustellproblemen. Die Kündigung selbst sollte dadurch aber nicht unklar werden.

Vorlage

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zeitungsabo-kuendigen-vorlage-schreiben.docx

Kündigung meines Zeitungsabonnements


Absender[Vorname Nachname]
[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]
[E-Mail-Adresse]
[Telefonnummer, optional]

Empfänger[Name des Verlags / Aboservice]
[Abteilung, sofern bekannt]
[Straße Hausnummer oder Postfach]
[PLZ Ort]

[Ort], [Datum]

Betreff: Kündigung meines Zeitungsabonnements, Kundennummer [Kundennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

1. Kündigungserklärung

hiermit kündige ich mein Abonnement der Zeitung [Name der Zeitung / Bezeichnung des Abonnements] mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum [Datum, sofern bekannt], hilfsweise zum nächstmöglichen Termin.

Das Abonnement betrifft folgende Liefer- oder Nutzungsadresse:

Liefer- / Nutzungsadresse[Straße Hausnummer]
[PLZ Ort]
Registrierte E-Mail-Adresse bei Digitalabo[E-Mail-Adresse oder „nicht zutreffend“]
Abonnementart[Printausgabe / E-Paper / Digitalabo / Kombiabo]

2. Bitte um Kündigungsbestätigung

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung sowie den konkreten Beendigungszeitpunkt des Abonnements schriftlich an die oben genannte Anschrift oder an [E-Mail-Adresse].

Bitte teilen Sie mir außerdem mit, ob bis zur Vertragsbeendigung noch Zahlungen offen sind oder ein Guthaben besteht, und übersenden Sie mir gegebenenfalls eine Schlussabrechnung.

3. Verarbeitung meiner Daten nach Vertragsende

Nach Beendigung des Vertrags bitte ich darum, meine personenbezogenen Daten nur noch insoweit zu verarbeiten und aufzubewahren, wie dies zur Vertragsabwicklung, zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten oder zur Durchsetzung beziehungsweise Abwehr rechtlicher Ansprüche erforderlich ist.

Werbliche Kontaktaufnahmen per E-Mail, Telefon oder Post wünsche ich nach Vertragsende nicht mehr, soweit hierfür keine gesonderte Einwilligung oder sonstige Rechtsgrundlage besteht.

Mit freundlichen Grüßen



______________________________
Unterschrift [Vorname Nachname]


Nur falls Sie außerordentlich kündigen möchten

Hinweis: Diesen Abschnitt nur verwenden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt und Sie die Voraussetzungen einer außerordentlichen Kündigung geprüft haben.

Wegen [konkrete Beschreibung des wichtigen Grundes, zum Beispiel wiederholte und dokumentierte Nichtzustellung trotz Aufforderung zur Abhilfe] kündige ich das oben bezeichnete Abonnement außerdem außerordentlich mit sofortiger Wirkung, hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Termin.

Die beanstandeten Umstände habe ich Ihnen am [Datum] mitgeteilt und Ihnen bis zum [Datum] Gelegenheit zur Abhilfe gegeben. Eine ausreichende Abhilfe ist nicht erfolgt.

Bitte bestätigen Sie mir auch die außerordentliche Kündigung sowie den daraus folgenden Beendigungszeitpunkt schriftlich.


______________________________
Unterschrift [Vorname Nachname]

Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät.

Vorlage: Zeitungsabo kündigen

Übernehmen Sie die nachfolgende Vorlage, ersetzen Sie alle Platzhalter und passen Sie sie an Ihren Vertrag an. Wenn Sie die Frist nicht sicher kennen, verwenden Sie unbedingt die Formulierung „hilfsweise zum nächstmöglichen Termin“. Bewahren Sie eine Kopie des vollständig ausgefüllten Schreibens auf.

So füllen Sie die Vorlage richtig aus

  1. Vertragspartner ermitteln: Sehen Sie auf Rechnung, Vertragsbestätigung oder Kontoauszug nach, wer Ihr Vertragspartner ist. Richten Sie die Kündigung an den dort genannten Verlag oder Aboservice.
  2. Ihre Daten eintragen: Geben Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre aktuelle Anschrift an. Ergänzen Sie bei Bedarf Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
  3. Vertragsdaten übernehmen: Tragen Sie Kunden-, Abonnement- oder Vertragsnummer exakt ein. Nennen Sie zusätzlich die Zeitung und die Lieferanschrift, wenn dies die Zuordnung erleichtert.
  4. Kündigungstermin wählen: Kennen Sie den Termin, können Sie „zum [Datum]“ schreiben. Ohne sichere Kenntnis kündigen Sie „zum nächstmöglichen Termin“.
  5. Bestätigung verlangen: Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung mit dem Datum der Vertragsbeendigung. So können Sie die weitere Abrechnung kontrollieren.
  6. Versand nachweisbar gestalten: Nutzen Sie den vom Verlag zugelassenen Kündigungsweg. Bei postalischem Versand sollte der Versand und möglichst auch der Zugang belegbar sein.
  7. Unterlagen sichern: Bewahren Sie Schreiben, Versandbeleg, Eingangsbestätigung und Kündigungsbestätigung mindestens bis zur abschließenden Abrechnung auf.

Praktisches Beispiel für eine ordentliche Kündigung

Frau Anna Beispiel bezieht eine regionale Tageszeitung an ihre Wohnadresse. Auf ihrer Rechnung findet sie die Kundennummer und die Anschrift des Leser-Service. Die Vertragsunterlagen sehen eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit vor. Frau Beispiel möchte keine Fristberechnung riskieren und schreibt daher: „Hiermit kündige ich mein Abonnement der [Name der Zeitung], Kundennummer [Nummer], fristgerecht zum nächstmöglichen Termin.“

Zusätzlich bittet sie um eine Bestätigung unter Nennung des Beendigungsdatums und sendet ihr unterschriebenes Schreiben rechtzeitig als Einwurf-Einschreiben. Nach Eingang der Bestätigung prüft sie, ob der Verlag den richtigen Endtermin nennt und ob nach diesem Zeitpunkt keine weiteren Abonnemententgelte abgebucht werden.

Außerordentliche Kündigung bei besonderen Umständen

Eine außerordentliche Kündigung beendet den Vertrag ohne Einhaltung der gewöhnlichen Kündigungsfrist. Sie setzt regelmäßig einen wichtigen Grund voraus. Ein solcher kann beispielsweise vorliegen, wenn der Verlag wesentliche Vertragspflichten trotz angemessener Gelegenheit zur Abhilfe dauerhaft verletzt. Bei wiederholt ausbleibender oder erheblich mangelhafter Zustellung sollten Sie Mängel zunächst dokumentieren und dem Verlag schriftlich eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen.

§ 314 BGB erlaubt die Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses aus wichtigem Grund, wenn die Fortsetzung bis zur regulären Beendigung nicht zugemutet werden kann; regelmäßig ist zuvor eine Frist zur Abhilfe oder eine Abmahnung erforderlich.

§ 314 BGB

Der Gesetzestext ist unter § 314 BGB bei Gesetze im Internet abrufbar. Eine bloße Unzufriedenheit oder der Wunsch, Geld zu sparen, reicht für eine außerordentliche Kündigung grundsätzlich nicht aus. Formulieren Sie bei einer fristlosen Kündigung den Grund konkret und erklären Sie vorsorglich zusätzlich die ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Termin.

Widerruf bei neu abgeschlossenen Abos

Haben Sie das Abo online, telefonisch, an der Haustür oder außerhalb der Geschäftsräume des Verlags abgeschlossen, kann ein Widerrufsrecht bestehen. Der Widerruf ist rechtlich etwas anderes als eine Kündigung und richtet sich nach den Umständen des Vertragsschlusses. Prüfen Sie die Widerrufsbelehrung in Ihren Unterlagen. Bei einem Vertragsschluss im Ladengeschäft besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht dagegen nicht automatisch.

Häufige Fehler bei der Abo-Kündigung

  • Falscher Empfänger: Die Kündigung wird an die Redaktion statt an den Vertragspartner oder Aboservice geschickt.
  • Fehlende Vertragsdaten: Ohne Kunden- oder Abonummer ist die Zuordnung unnötig erschwert, besonders bei häufigen Namen.
  • Unklare Formulierung: Bitten wie „Bitte stellen Sie die Zeitung ab“ sind weniger eindeutig als eine ausdrückliche Kündigung.
  • Frist wird zu spät berechnet: Maßgeblich ist der Zugang beim Verlag, nicht der Tag, an dem Sie den Brief abschicken.
  • Kein Nachweis: Ohne Kopie und Versand- oder Zugangsbeleg kann es bei Streitigkeiten schwierig sein, die rechtzeitige Kündigung zu belegen.
  • Lastschrift vorschnell stoppen: Der Widerruf eines Lastschriftmandats ersetzt keine Kündigung und kann bei fortbestehendem Vertrag Zahlungsrückstände verursachen.

Checkliste vor dem Versand

  • Ist der richtige Verlag oder Aboservice als Empfänger eingetragen?
  • Sind Name, Anschrift und Kundennummer vollständig und lesbar angegeben?
  • Haben Sie die Zeitung oder das konkrete Abo richtig bezeichnet?
  • Ist die Kündigung eindeutig erklärt und der Termin korrekt formuliert?
  • Haben Sie eine schriftliche Kündigungsbestätigung mit Enddatum angefordert?
  • Entspricht der Versandweg den vertraglichen Vorgaben?
  • Haben Sie eine Kopie, einen Versandbeleg und später die Bestätigung gesichert?

Sonderfälle und Varianten

Digitalabo oder E-Paper kündigen

Bei einem reinen Digitalabo sollten Sie neben der Kundennummer die E-Mail-Adresse nennen, mit der das Benutzerkonto registriert ist. Prüfen Sie außerdem, ob die Kündigung über ein Kundenkonto möglich ist und ob nach Vertragsende der Zugriff automatisch endet. Kündigen Sie nicht lediglich die App oder löschen Sie das Benutzerkonto, sofern dies nicht ausdrücklich als Kündigungsweg vorgesehen ist.

Probeabo und Geschenkabo

Ein Probeabo endet manchmal automatisch, manchmal geht es in ein reguläres Abo über. Lesen Sie die Angebotsbedingungen genau und kündigen Sie vorsorglich rechtzeitig, wenn Sie keine Fortsetzung wünschen. Bei einem Geschenkabo ist maßgeblich, wer Vertragspartner und Zahlungspflichtiger ist. Die beschenkte Person kann nicht stets wirksam im eigenen Namen kündigen.

Umzug und Zustellprobleme

Ein Umzug beendet das Abo nicht automatisch. Teilen Sie dem Verlag die neue Lieferadresse frühzeitig mit oder prüfen Sie, ob der Vertrag eine Belieferung am neuen Wohnort ermöglicht. Bei anhaltenden Zustellproblemen dokumentieren Sie Datum, Art und Umfang der Störung. Fordern Sie Abhilfe, bevor Sie eine außerordentliche Kündigung erwägen.

Gemeinsame Verträge und Nachlassfälle

Bei mehreren Vertragspartnern sollten alle berechtigten Personen die Kündigung erklären oder unterschreiben. Im Todesfall können Erbinnen und Erben den Vertrag unter Vorlage geeigneter Nachweise beenden; der Verlag kann einen Nachweis der Berechtigung verlangen. Fragen Sie in diesem Fall nach dem vorgesehenen Verfahren und reichen Sie nur die erforderlichen Unterlagen ein.

Häufige Fragen

Kann ich mein Zeitungsabo jederzeit kündigen?

Das hängt von der vereinbarten Laufzeit und Kündigungsfrist ab. Nach Ablauf einer wirksam vereinbarten Mindestlaufzeit gelten bei vielen Verbraucherverträgen gesetzliche Grenzen für Verlängerung und Kündigungsfrist. Prüfen Sie dennoch stets Ihre Vertragsunterlagen und kündigen Sie vorsorglich zum nächstmöglichen Termin.

Muss ich einen Grund für die Kündigung nennen?

Nein. Für eine ordentliche Kündigung ist ein Grund normalerweise nicht erforderlich. Nur wenn Sie außerordentlich und fristlos kündigen möchten, sollten Sie den wichtigen Grund konkret benennen und die dazugehörigen Umstände belegen können.

Reicht eine Kündigung per E-Mail aus?

Das richtet sich nach den vertraglichen Vorgaben und dem angebotenen Kündigungsweg. Akzeptiert der Verlag E-Mails, kann dieser Weg genügen. Ist wirksam Schriftform vereinbart, brauchen Sie grundsätzlich ein eigenhändig unterschriebenes Schreiben. Bewahren Sie bei jeder Versandart einen Nachweis auf.

Was bedeutet „zum nächstmöglichen Termin“?

Mit dieser Formulierung kündigen Sie zum frühesten rechtlich und vertraglich möglichen Endtermin. Sie ist sinnvoll, wenn Sie die Laufzeit oder Frist nicht exakt berechnet haben. Fordern Sie den Verlag zugleich auf, Ihnen dieses Datum schriftlich mitzuteilen.

Kann ich die Lastschrift nach meiner Kündigung sofort widerrufen?

Ein Lastschriftwiderruf beendet das Zeitungsabo nicht. Erteilen Sie ihn daher nicht vorschnell. Warten Sie die Kündigungsbestätigung und die Schlussabrechnung ab; bei unberechtigten Abbuchungen können Sie anschließend reagieren.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bürgerliches Gesetzbuch, insbesondere § 309 Nr. 9 BGB zu Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen in Verbraucherverträgen.
  • Bürgerliches Gesetzbuch, § 314 BGB zur Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund.
  • Bürgerliches Gesetzbuch, § 130 BGB zum Wirksamwerden empfangsbedürftiger Willenserklärungen durch Zugang.
  • Vertragsbestätigung, Rechnung und Allgemeine Geschäftsbedingungen Ihres Verlags oder Aboservice.

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